


Steckbrief – Steinmarder
Länge: 38 – 55 cm (je nach Alter und Geschlecht)
Gewicht: 1 bis 2,5 kg
Paarungszeit: Juli / August
Setzzeit: April, 3 bis 4 Junge
Lebensraum: Scheunen, Steinbrüche, Gehöfte u.v.a.
Aussehen und Lebensweise:
Der Steinmarder ist deutlich kleiner als eine Hauskatze. Charakteristisch ist der weiße, meist tief gegabelte Kehlfleck, der von der Kehle bis in die Vorderbeine und zum Brustkorb reicht. Steinmarder sind Allesfresser. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Obst, Küchenabfälle, Katzenfutter ebenso wie Mäuse und kleine Vögel. Bekannt ist ihre Vorliebe für Eier ebenso wie für Süßigkeiten aller Art, insbesondere Kirschen. Werden unter einem Kirschbaum kleine Kotwürstchen mit mehreren Kirschkernen gefunden, so ist dies ein sicherer Hinweis auf Marder.
Begünstigt durch seine nachtaktive Lebensweise und seine Flexibilität in der Ernährung, ist der Steinmarder heute fester Bestandteil der städtischen Fauna.
Zur Aufzucht der Jungen sucht das Weibchen, die Fähe, im Alter von mind. 2 Jahren im Revier einen sicheren Unterschlupf und bringt hier im März / April 2-3 Junge zur Welt.
Schäden:
Marder richten sich mit Vorliebe in Dachstühlen ein. Sie zerbeißen Kabel, legen sich Toiletten an (Urin und Kotgestank dringen in darunter liegende Wohnungen), zerfetzen Dämmwolle und Dampfsperrschicht. Zusätzlich bringt der Marder samt seiner Beute, gefährliche Krankheitserreger wie z.b. Tollwut, Hantavirus oder Salmonellose ins Haus.
Gegenmaßnahmen:
Die drei wichtigsten Gegenmaßnahmen bei Marderbefall sind:
1. Abichtung sämtlicher Mardereingänge
2. Fangen mit Marderlebendfalle
3. Vergrämung mittels Mineralstoffverbindungen
Steinmarder sind Wirbeltiere und fallen damit unter das Tierschutzgesetz. In Deutschland unterliegen sie dem Jagdrecht. Darüber hinaus gibt es auch eine zeitliche Beschränkung der Jagd.
Wir beraten sie gerne und unverbindlich über bauliche Maßnahmen und Abwehrmöglich-keiten.